Wir Tipplerzüchter sind glücklicherweise noch nicht von der Jungtaubenkrankheit betroffen aber das kann sich schnell ändern . Es gibt Tendenzen unter unseren Züchtern die versuchen es den Briftaubenzüchtern nachzumachen ( Medikamenteneinsatz ) und deshalb stelle ich den Artikel von der Firma " Per Naturam " hier auf diese Seite . Ich finde dieser Artikel ist sehr informativ man sollte auch die anderen Taubenbriefe dieser Firma lesen . Das heißt noch lange nicht das man diese Produkte dieser Firma kaufen muß , aber man sollte über die gesamte Fütterungsmethode und den Medikamenteneinsatz nachdenken .

 

Jungtaubenkrankheit - ein selbstverschuldetes Problem?!

 

Die Angst geht um in den Schlägen. Seit vielen Jahren schon sind die Brieftauben betroffen. Auch bei den Rassetauben greift die Krankheit um sich. Tausende Tauben hat die Krankheit schon dahingerafft, und es wird noch mehr treffen, wenn sich das Verhalten der Züchter nicht grundlegend ändert.

Viele Züchter sind verzweifelt. Bekannte Medikamente helfen bei dieser Krankheitnicht, ja, sie verstärken meistens sogar die Probleme mit häufig katastrophalen Folgen, meistens großen Verlusten. Vielleicht sind Ihre Tauben gerade in großer Not, und Sie wissen nicht weiter. Deshalb will ich Ihnen hier zuerst sagen, woran Sie die Krankheit erkennen und was Sie tun müssen, um möglichst viele, vielleicht auch alle Ihre Tauben zu retten. Damit allein ist es aber nicht getan. Sie müssen das Grundproblem lösen. Lesen Sie deshalb bitte den ganzen Text, denn nur dann werden Sie die Zusammenhänge verstehen und die Fehler erkennen können, die zu dieser Krankheit geführt haben, und sie zukünftig vermeiden.

 

Daran erkennen Sie die Krankheit

 

Die Tauben setzen grünen schleimigen Kot ab, sie würgen und brechen das Futter aus, Körner werden nicht mehr verdaut, der Kropf ist voll, der Inhalt gärt. Weder Nahrung noch Wasser gelangen in den Darm, weil die Darmschleimhäute geschwollen sind. Der Darm ist undurchlässig. Deshalb heißt die Krankheit auch GDS, also "Geschwollener Darm Syndrom".Welcher Erreger auch immer dafür als Auslöser verantwortlich ist, diese Infektion führt jedenfalls zu einer starken Schwellung der Darmschleimhaut, die die Wasserzufuhr unterbricht. Und das ist tödlich. Die Körperzellen schreien nach Wasser. Der Durst wird für die Tauben unerträglich, sie saufen ständig, und der Kropf bläht sich zu einem Ballon auf. Gleichzeitig nimmt die Taube rasant ab, denn die Zellen trocknen aus. In kürzester Zeit ist die betroffene Taube tot.Würde eine solche Darmschwellung bei einem Kind auftreten, bekäme es Infusionen.Das geht bei den Tauben leider nicht. Will man diese Krankheit besiegen, muß die Darmschwellung verhindert werden.

 Ist die Krankheit ausgebrochen, dann handeln Sie bitte so:

 1. Nehmen Sie sofort die Tränke und alles Futter weg.

2. Geben Sie am besten jeder Taube, die betroffen ist, sofort 2 bis 4 ml Kolsal- Kolostrum-Extrakt, direkt in den Kropf. Am besten ist es allerdings, wenn Sie das bei allen Tauben in der Abteilung machen, auch wenn die Krankheit noch nicht sichtbar ist. Die Menge Kolsal richtet sich nach der Größe des Tieres. Am besten mischen Sie zuvor mit etwas warmem Wasser, das aber nicht wärmer als 40°C sein darf, damit die Immunglobuline nicht gerinnen.

3. Richten Sie ein Tränke mit Garon. Früher mußten Sie die Möhrensuppe kochen. Garon ist wirksamer und billiger. Rühren Sie 1 bis 2 Teelöffel Garon mit heißemWasser an und geben Sie das in 2 Liter Trinkwasser. Geben Sie dazu einen Teelöffel Meersalz in die Tränke, damit der Salzverlust ausgeglichen wird. Garon enthält konzentriert diese spezielle organische Säure, die Bakterien und Gifte im Darm bindet, so daß sie ausgeschieden werden können, ohne Schaden anzurichten.

4. Wenn die Tauben die nächsten 6 Stunden nichts zu fressen bekommen, ist das kein Nachteil. Dann sollten Sie den Tauben Haferflocken vorsetzen. Noch besser aber ist es, wenn Sie die übliche Körnermischung 10 Minuten in Salzwasser kochen. Die gekochten Körner sind leicht verdaulich. Über das Futter geben Sie für jeweils 20 bis 30 Tauben (je nach Größe) je einen Teelöffel voll Schwarzkümmel-Öl und Knoblauchsaft, ein bis zwei Meßbecherchen Oximun.

5. Viren kann man bis heute mit keinem Mittel töten, wohl aber in der Ausbreitung behindern. Diese Fähigkeit sagt man dem Extrakt aus Olivenblättern nach. Er ist in Enterogan enthalten. Etwas Enterogan über das Futter, kann also zusätzlich sehr hilfreich sein. Enterogan enhält außerdem die ätherischen Öle aus Origanum, Thymian und Salbei.

6. Am zweiten und dritten Tag verhalten Sie sich genauso wie am ersten, nur daß Sie jetzt Kolsal-Kolostrum-Extrakt in die Tränke geben können. 1 bis 2 ml pro Taube genügen. Einzelne besonders schwer betroffene Tiere können Sie ja noch einmal

individuell mit Kolsal versorgen.

7. Manchmal ist es nötig, einige Tauben auszumerzen. Das sollte kein Problem darstellen. Auf jeden Fall aber sollten Sie sich die Tiere merken, die besonders schwer betroffen waren oder die sehr lange für die Genesung brauchten. Vielleicht sind das ja nicht ihre besten.

Nach 3 bis 5 Tagen ist das schlimmste meist überstanden. Bitte rufen Sie uns an, damit wir Sie beraten und bei den Aktionen begleiten können.

 

Aber nun sollen Sie doch noch einiges mehr erfahren

 

Unsere Kunden haben schon lange keine Angst mehr vor derJungtaubenkrankheit,

Es ist schon erstaunlich, daß so viele Züchter immer wieder auf diese falschen Methoden hereinfallen, obwohl die Mißerfolge doch offensichtlich sind und die Verluste oft gewaltig. Liegt das am weißen Kittel? Die üblichen Medikamente verschärfen meistens die Probleme und führen häufig zu noch mehr Todesfällen.

Am wichtigsten aber für einen gesunden Taubenbestand ist die richtige Vorbereitung der Tiere durch optimale Ernährung. Daran hapert es in den meisten Schlägen. Anstatt die Tiere mit allen Nährstoffen und Vitalstoffen zu versorgen, haben sich viele Züchter jahrelang lieber auf Medikamente verlassen und so den gesamten Bestand mehr und mehr geschwächt. Lesen Sie doch bitte unsere Zuchtinfo und die Mauserinfo, darin erklären wir detailliert, wie sie füttern sollten.

Wir machen es Ihnen dabei nicht leicht. Unsere Methode der optimalen Versorgung macht Arbeit. Aber Sie lieben doch Ihre Tauben! Dann werden Sie die Mehrarbeit gerne auf sich nehmen, zumal der Erfolg Ihnen auch die Freude an Ihrem schönen Hobby wiedergeben wird.

Ziehen Sie jetzt die Konsequenzen, warten Sie bitte keinen Tag länger, sonst werden Ihnen weiterhin die Tauben unter der Hand sterben und Reisetauben, vor allem die Jungen und Jährigen, nicht mehr nach Hause kommen.

 

Wann tritt die Krankheit auf? Was kann man dagegen tun?

 

Wer seinen Schlüssel nachts im Park verloren hat, sollte ihn nicht unter einer Laterne am Straßenrand suchen, dort wird er den Schlüssel nicht finden.

So ähnlich verhält es sich mit den Erklärungsversuchen bei der Jungtaubenkrankheit:

Die Mediziner suchen die Ursachen bei den bekannten Erregern. Aber keiner dieser Erreger ist tatsächlich für diese Krankheit verantwortlich. Sie treten zwar häufig auf, aber immer nur als sog. Opportunisten, die sich nur deshalb vermehren können, weil die eigentliche Krankheit zuvor den Organismus geschwächt hat. Sie sind nie die Ursache.

Es hat deshalb auch keinen Sinn, mit den bekannten Mitteln Trichomonaden,Hexamiten oder längst bekannte Bakterien zu bekämpfen. Wenn die erst einmal zusätzlich aufgetreten sind, ist es meistens bereits zu spät.

Trotzdem werden die üblichen Mittel, meistens Baytril und Ronidazol, auch als "Vier in Eins" oder "Jungtaubenpulver", den Züchtern immer noch aufgenötigt und sind bis heute ein lukratives Dauergeschäft. Typisch ist die Diagnose "nichts gefunden", aber geben Sie mal Baytril. Der Auslöser der Krankheit, irgendein Erreger der Jungtaubenkrankheit, ist bis heute unbekannt.

 

Viren als Erreger?

 

Sollte es sich bei dem Erreger aber um Adenoviren oder um die jetzt vermehrt ins Gespräch gebrachten Circoviren oder auch noch unbekannte Virusarten handeln, wird es wohl nie ein Medikament geben. Nur das intakte und leistungsfähige Immunsystem kann helfen. Jeder Züchter muß sich das Immunsystem seiner Tauben zum starken Verbündeten machen. Das gelingt nur mit optimaler Ernährung und harter Selektion.

Mit falsch eingesesetzten Medikamenten erreicht man immer das Gegenteil. Und das genau sagen wir den Taubenzüchtern schon seit vielen Jahren.

 

Wir brauchen einen neuen Denkansatz zur Erklärung dieser Krankheit!

 

Jedes junge Lebewesen muß mit tausenden Antigenen in Berührung kommen, gegen die es dann durch die Bildung von Antikörpern immun wird. Zu diesen Antigenen gehören auch alle Krankheitserreger.

Dieser Vorgang läuft in den ersten Lebenswochen einer Taube ab, wenn Thymus und Bursa, die Schulen des Immunsystems, noch voll funktionsfähig sind. Es ist also wichtig, daß die Jungen mit vielen verschiedenen Antigenen in Berührung kommen und die entsprechenden Antikörper bilden und ein Gedächtnis für die Erreger aufbauen. So werden aus den Jungen gesunde und widerstandsfähige Alttauben.

Deshalb bewirken auch Antibiotika, die die Jungen vor Krankheiten schützen sollen, in dieser Phase das Gegenteil, denn sie verhindern die notwendige Auseinandersetzung des Immunsytems mit den Erregern. Solche verdrängten Erreger können dann zu einem späteren Zeitpunkt den Organismus erneut infizieren, was dann häufig zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führt, denn dann ist das Immunsystem nicht mehr schnell genug.

Aus dem selben Grund ist es auch schädlich, Alttauben vor dem Anpaaren mit Antibiotika zu versorgen, weil sie über das Ei an die Jungen weitergegeben werden. Solche Jungen wachsen zwar schneller, sind aber später besonders krankheitsanfällig. So geht man bei Mastgeflügel vor, das nicht alt werden muß, aber nicht bei Reisetauben, Rassetauben oder anderem Rassegeflügel.Es gibt Züchter, die halten nicht allzuviel von übertriebener Sauberkeit in derAufzuchtphase, oft mit besten Ergebnissen für ihre Tauben. Wer die Jungen in der frühen Entwicklungsphase zu sehr vor den Mikroben beschützt, erreicht leicht das Gegenteil. Deshalb lassen Sie bitte Desinfektionsmittel besser weg, vor allem auch in der Tränke. Da sollten Sie nur etwas Apfelessig reintun. Der pH-Wert des Trinkwassers von 6,5 ist ideal.

 

Jungtaubenkrankheit eine Kinderkrankheit der Tauben?

 

Möglicherweise ist der für die Jungtaubenkrankheit zuständige Erreger schon seit vielen Jahren, vielleicht sogar schon seit hunderttausenden Jahren oder noch länger im engen Kontakt mit Tauben, also in einer Art Lebensgemeinschaft. Das gilt übrigens für viele Mikroorganismen, egal ob bei Menschen oder Tieren. Auch in und auf Ihrem Körper leben 100 mal mehr Fremdorganismen als Ihr Körper eigene Zellen hat.. Das sind Einzeller, Bakterien und Pilze vieler verschiedener Arten. Damit kommen Sie problemlos zurecht. Ihr Immunsystem hält die wenigen, wirklich gefährlichen aus dieser Riesenschar in Schach. Bei den Tauben ist das genauso.

Wenn es stimmt, was wir vermuten, kamen die Jungtauben schon immer mit diesem Erreger in Berührung oder beherbergten ihn, bildeten Antikörper und wurden dadurch immunisiert. Eine Kinderkrankheit der Tauben sozusagen.

Dieser Vorgang der Immunisierung ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was wir durch Impfungen erreichen.

Wenn es früher wirklich einmal zu erkennbaren Symptomen, also einer Erkrankung durch diesen Erreger kam und eine Taube daran zugrunde ging, fiel das niemandem sonderlich auf. Das hat sich leider grundlegend geändert wegen der falschen Ernährung und der vielen Medikamente. Die Todesfälle häufen sich.

 

Bekämpfung mit Kolostrum-Extrakt

 

Seit mehreren Jahren hat die Bekämpfung dieser fürchterlichen Krankheit mit hochgereinigtem, mikrofiltriertem, von Kasein, Fetten und Milchzucker befreitem Kolostrum zu überragenden Erfolgen gefährt. Kolostrum ist die erste Milch von Säugetieren, die sie nach der Geburt eines Jungen produzieren. Am wertvollsten ist die Kolostralmilch von Kühen direkt nach der Geburt eines Kalbes, also der ersten beiden Melkungen.

Niemals dürfen Sie die Kolostralmilch der Kühe in unbehandelter Form verwenden, zumal darin auch noch pro Milliliter mindestens 20 bis maximal 400 Millionen Keimen enthalten sind, darunter auch gefährliche Krankheitserreger und Methanbilder.

Das Endprodukt Kolsal-Kolostrum-Extrakt ist auch nicht über 40°C erhitzt worden, sonst wären die empfindlichen Immunglobuline zerstört worden. Nur ein spezielles Mikrofilterverfahren, bei dem alle Keime herausgefiltert werden, sorgt dann für höchste Reinheit und Sterilität. Kolsal-Kolostrum-Extrakt ist das einzige Produkt, mit dem Sie den gewünschten Erfolg erzielen.

Viel Erfolg wünschen wir Ihnen und rufen Sie an, wenn Sie Rat oder Hilfe brauchen.

Klaus-Rainer Töllner Manfred Heßel

 

Biologe, Ernährungsberater Diplom-Umweltwissenschaftler

© Pernaturam 2006

 

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